Männermanifest

Für ein erfülltes, verantwortungsvolles Mannsein.

Präambel

Wir sind ein Zusammenschluss professioneller Männer‑Coaches. Unser Auftrag ist es, Männer in Identität und Verantwortung zu stärken und ihre innere Stärke zu entfalten. Unser Fokus liegt auf der Förderung und Stärkung von Männern – weil ihre Themen in der öffentlichen Debatte oft zu kurz kommen. Wir sehen das als Ergänzung, nicht als Gegensatz zu anderen Engagements für ein besseres Miteinander von Frauen und Männern.

Wir vertreten eine klare Haltung zur Rolle des Mannes im 21. Jahrhundert: frei, verantwortungsvoll und wertorientiert – in Familie, Beruf und Gesellschaft.

Unsere Vision: ein besseres Leben für alle Menschen.

Unsere 10 Grundsätze

  1. Frau und Mann sind eine biologische Realität

    Geschlecht ist kein rein soziales Konstrukt.[1][2] Wir erkennen biologische, psychologische und soziale Unterschiede zwischen Männern und Frauen an und begegnen jedem Menschen respektvoll.

  2. Männer und Frauen sind nicht gleich, aber gleichwürdig

    Die Gleichwertigkeit der Geschlechter ist unantastbar.

  3. Unterschiedlichkeit bereichert die Gemeinschaft

    Männer und Frauen haben im Schnitt mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Die Unterschiede sind jedoch wesentlich und wenn wir sie unterschätzen, leidet die gesamte Gesellschaft.[3][4] Die unterschiedlichen Stärken und Schwächen können und sollen sich wieder mehr ergänzen. Wir sehen die weltweite Rezession von Beziehungen[5] als Folge der Unterschätzung dieser Diversität.

    Eine Gemeinschaft gedeiht, wenn Menschen ihre jeweiligen Talente bewusst leben und diese ohne ideologische Brille entdeckt und gefördert werden. So können Männer und Frauen auch wieder zusammenfinden.

  4. Die Nöte von Männern sind genauso wichtig wie die der Frauen

    Männer mehr zu unterstützen, bedeutet nicht, Frauen zu benachteiligen.[6]

    Männer sind Brüder, Kollegen, Väter und Lebenspartner von Frauen. Daher geht es auch Frauen besser, wenn es Männern besser geht. In Deutschland nehmen Männer sich etwa dreimal so häufig das Leben wie Frauen; 94 % der tödlichen Arbeitsunfälle betreffen Männer [7]

    Wir fordern Gesellschaft und Politik auf, Probleme von Männern klar zu benennen und wirksame Maßnahmen zu ergreifen.

  5. Männer haben spezifische Bedürfnisse: Status, Sinn und Mission

    Die Gesellschaft hat die Pflicht, die Bedürfnisse von Männern ernst zu nehmen. Männer sind mehr als ihre Leistung – Zeit, dass die Gesellschaft das erkennt.

    Die meisten Männer haben ein größeres Bedürfnis nach Sexualität,[8] Status, Erfolg, Geld und Einfluss.[9] Dies liegt unter anderem an der Biologie – ist also nur begrenzt formbar.[10][11] Männer sollen diese Wünsche so ausleben, dass es ihnen und der Gemeinschaft zuträglich ist – und das tun sie größtenteils[12][13]. Wer männliche Wünsche pauschal verurteilt, verhindert ein ehrliches Gespräch über menschliche Natur – und verpasst die Chance, Verständnis zwischen den Geschlechtern zu vertiefen.

    Jeder Mann soll seine Mission suchen, finden und leben.[14] Die Gesellschaft soll Männer dabei unterstützen.

  6. Die Welt braucht Männer

    Die größten Talente und Aufgaben von Männern sind: versorgen,[15] schützen,[16][17][18] Systeme verstehen[19] und Ordnung ins Chaos bringen.[20] Diese männlichen Verdienste sind für das Wohl der Gesellschaft unerlässlich.

  7. Wir bejahen klassische Werte – ohne stehenzubleiben

    Männer können diese Verdienste jedoch nur erbringen, wenn sie klassische Tugenden wie Mut, Disziplin und Verlässlichkeit leben.[21][22]

    Wir halten Zeitloses lebendig, indem wir es zeitgemäß leben und weiterentwickeln.

    Ein reifer Mann strebt nach Selbstverwirklichung und übernimmt Verantwortung für sich und für die Menschen an seiner Seite. Er entscheidet bewusst, welche Spuren er in der Welt hinterlassen will, und zieht das durch.[23]

    Ein reifer Mann geht nicht in die Opferhaltung[24], er bettelt nicht und läuft nicht feige der Herde hinterher[25]; sondern macht sich zum souveränen Gestalter seiner Beziehungen, seines Lebens und seines Beitrags zur Welt.

    Die meisten Männer blühen auf, wenn ihre maskulinen Anteile führen – Klarheit, Mut, Zielorientierung – und ihre empathischen, fürsorglichen Seiten mitschwingen.[26] So entsteht Ganzheit.

  8. Kinder brauchen ihren Vater

    Väter leisten einen anderen, unverzichtbaren Beitrag als Mütter. Sie fördern

    • eine gesunde Risikobereitschaft,
    • das Kennenlernen und Achten von eigenen und fremden Grenzen,
    • die Entdeckung der Welt,
    • und den Weg in die Selbstständigkeit.

    Beide Perspektiven sind wichtig und ergänzen sich: Mütter achten mehr auf die Bedürfnisse im Jetzt, Väter stärker auf die Vorbereitung für die Zukunft. [27][28]

    Wir treten ein für die gesellschaftliche und rechtliche Stärkung aktiver Vaterschaft – mit dem Kindeswohl als höchste Priorität.

    Viele Mütter und Behörden verwehren dem Vater den Zugang zu den Kindern, obwohl dieser sich verantwortungsvoll um sie kümmern könnte und möchte.[29][30] Dies ist seelische Grausamkeit an der ganzen Familie[31] und muss aufhören.

  9. Männer brauchen Räume unter Männern

    Männer brauchen auch Räume ohne Frauen, um zu wachsen.[32]

    Wir fördern

    • geschützte Räume für Initiation, Brüderlichkeit und ehrlichen Austausch ohne Scham, Konkurrenzdruck und Political Correctness,[33]
    • herausfordernde Räume mit gesundem Wettbewerb, Kampf und Führungsübernahme, um maskuline Stärken zu kultivieren.[34][35]
  10. Wissenschaftlichkeit

    Wir sprechen unbequeme Fakten aus und mischen uns entschlossen in die gesellschaftliche Debatte ein. Die ganze Gesellschaft sollte endlich reden über Bildungsnachteile bei Jungen[36], männliche Opfer von Gewalt[37] und männerfeindliche Narrative[38][39].

    Bei der Wahrheitsfindung orientieren wir uns an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Biologie, Psychologie und Soziologie.

Unterzeichner

Dieses Manifest wird von uns (Kollektiv von Männercoaches) unterschrieben.

Unterzeichner Website YouTube LinkedIn Instagram Telegram X Facebook Ort PLZ Land
Martin Becker Innsbruck 6020 🇦🇹
Michael Kramer
Martin Kreuels Bunde 26831 🇩🇪
Christian Leibrandt Duisburg 47058 🇩🇪
Daniel Lenz Tauberbischofsheim 97941 🇩🇪
Marin Maric Stuttgart 70738 🇩🇪
Martin Rosenow Dresden 01069 🇩🇪
Ansgar Schmitz Dollern 21739 🇩🇪
Max Schwarz München 81247 🇩🇪
Bernd Wachsmann Köln 50670 🇩🇪

Siegel

Dieses Siegel dürfen Unterzeichner auf ihren Kanälen (Website usw.) nutzen, um zu zeigen, dass sie das Manifest unterzeichnet haben.

Siegel "Unterzeichner Männermanifest.de"

Das Siegel gibt es in verschiedenen Farben, passend für jeden Hintergrund.

Kontakt

Quellen

  1. Lafta, M. S., Mwinyi, J., Affatato, O., Rukh, G., Dang, J., Andersson, G., & Schiöth, H. B. (2024). Exploring sex differences: Insights into gene expression, neuroanatomy, neurochemistry, cognition, and pathology. Frontiers in Neuroscience, 18, 1340108. Zur Studie
  2. DeCasien, A. R., Guma, E., Liu, S., & Raznahan, A. (2022). Sex differences in the human brain: A roadmap for more careful analysis and interpretation of a biological reality. Biology of Sex Differences, 13(43). Zur Studie
  3. Su, R., Rounds, J., & Armstrong, P. I. (2009). Men and things, women and people: A meta-analysis of sex differences in interests. Psychological Bulletin, 135(6), 859–884. Zur Studie
    Frauen interessieren sich mehr für soziale Beziehungen, Männer mehr für Systeme.
  4. Montt, G. (2015, July). The causes and consequences of field-of-study mismatch: An analysis using PIAAC (OECD Social, Employment and Migration Working Papers, No. 167). Organisation for Economic Co-operation and Development. Zur Studie
    Wenn Menschen entgegen ihrer Interessen und Talente in bestimmte Berufsfelder gedrängt werden, entstehen massive volkswirtschaftliche Schäden.
  5. Esteve, A., & Reher, D. (2024). Trends in living arrangements around the world. Population and Development Review, 49(4). Zur Studie
  6. Reeves, R. V. (2024, May 28). Melinda French Gates invests in boys and men: A new era for gender equality. American Institute for Boys and Men. Zum Artikel (Vorletzter Absatz)
  7. Statistisches Bundesamt. (2023). Informationen zum Indikator „Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle pro 100 000 Erwerbstätige“. Quelle: Europäische Statistik der Arbeitsunfälle (ESAW); Meldungen an die gesetzliche Unfallversicherung. Zur Information
  8. Frankenbach, J., Weber, M., Loschelder, D. D., Kilger, H., & Friese, M. (2022). Sex drive: Theoretical conceptualization and meta-analytic review of gender differences. Psychological Bulletin. Zur Studie
  9. Schwartz, S. H., & Rubel, T. (2005). Sex differences in value priorities: Cross-cultural and multimethod studies. Journal of Personality and Social Psychology, 89(6), 1010–1028. Zur Studie
  10. Pollet, T. V., Cobey, K. D., & van der Meij, L. (2013). Testosterone levels are negatively associated with childlessness in males, but positively related to offspring count in fathers. PLoS ONE, 8(4). Zur Studie
  11. Bribiescas, R. (1998). Testosterone and dominance: Between-population variance and male energetics. Behavioral and Brain Sciences, 21(3), 364–365. Zur Studie
  12. Institut für Kriminologie der Universität Tübingen (IfK), & Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e. V. (KFN). Femizide in Deutschland. Eine empirisch-kriminologische Untersuchung zur Tötung an Frauen. Forschungskurzbericht. Zum Bericht
    "Bezogene auf die vergangenen 40 Jahre, sind Frauentötungen – insbesondere sexualbezogene Tötungen – sogar tendenziell seltener geworden." (S.3)
  13. Eisner, 2014; WHO Mortality Database (2022) Homicide rates over the long term (Germany). Our World in Data. Zur Statistik
    Die Mordrate sank in Deutschland von 1250 bis 2020 um 99 %. Von 1993 bis 2020 sank sie um 62 %. Die These, Männer wollten oder könnten sich nicht bessern, ist damit eindeutig widerlegt.
  14. Brown, T. L., Oliffe, J. L., Kealy, D., Rice, S. M., Seidler, Z. E., & Ogrodniczuk, J. S. (2023). The influence of meaning in life on psychological distress among men: A serial multiple mediation model involving resilience and loneliness. Current Research in Behavioral Sciences, 4, 100114. Zur Studie
  15. Bach, S. (2017, October 25). Frauen bekommen nur ein Drittel aller Einkommen. DIW Wochenbericht, 43. DIW Berlin – Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e. V. Zur Studie
    (Seite 967). Im Jahr 2010 erwirtschafteten Männer 71 % des deutschen Einkommensteueraufkommens ("Gender Tax Gap").
  16. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., & Kraus, P. (2025). Arbeitsmarktreport 2025. Zum Bericht (direkt zu S. 3).
    89 % der Bauarbeiter sind Männer. Sie bauen Häuser, um Menschen vor Wind, Wetter, Angreifern, usw. zu schützen.
  17. McDonald, M. M., Navarrete, C. D., & van Vugt, M. (2012). Evolution and the psychology of intergroup conflict: The male warrior hypothesis. Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences, 367(1589), 670–679. Zur Studie
  18. Statistisches Bundesamt. (2020, 18. November). Zahl der Polizeianwärterinnen und -anwärter seit 2010 mehr als verdoppelt. Zur Pressemitteilung.
    Der Männeranteil bei der Polizei beträgt 71 %.
  19. Kidron, R., Kaganovskiy, L., & Baron-Cohen, S. (2018). Empathizing-systemizing cognitive styles: Effects of sex and academic degree. PLoS ONE, 13(3), e0194515. Zur Studie (Seite 2, letzter Absatz)
  20. Kidron, R., Kaganovskiy, L., & Baron-Cohen, S. (2018). Empathizing-systemizing cognitive styles: Effects of sex and academic degree. PLoS ONE, 13(3), e0194515. Zur Studie (Seite 2, letzter Absatz)
  21. Eagly, A. H., & Crowley, M. (1986). Gender and helping behavior: A meta-analytic review of the social psychological literature. Psychological Bulletin, 100(3), 283–308. Zur Studie
  22. Ichino, A., & Moretti, E. (2009). Biological gender differences, absenteeism, and the earnings gap. American Economic Journal: Applied Economics, 1(1), 183–218. Zur Studie
  23. Sagara, J., & Ito, Y. (2017). The structure of generativity and the gender differences in middle age. The Japanese Journal of Personality, 26(1), 92–94. Zur Studie
  24. Bundesamt für Statistik. (2022). Geringe Kontrollüberzeugung, 2022 – Schweizerische Gesundheitsbefragung: Ergebnisse 2022. Zur Studie
    Schweizer Männer haben seltener eine externale Kontrollüberzeugung als Frauen — anders als die Frauen sehen sich die Männer also mehr als Produkt ihrer Entscheidungen und weniger als Produkt ihrer Umwelt; dies wurde konsistent zu allen Messzeitpunkten gefunden: 1997 und 2017. Die Schweizer Behörden sind bekannt für präzise und unideologische Messungen — die Daten sind daher glaubhaft und auf Deutschland übertragbar.
  25. Kutlikova, H. H., Zhang, L., Eisenegger, C., van Honk, J., & Lamm, C. (2023). Testosterone eliminates strategic prosocial behavior through impacting choice consistency in healthy males. Neuropsychopharmacology, 48, 1541–1550. Zur Studie (direkt zum Textfragment "Introduction, zweiter Absatz")
  26. Matud, M. P., López-Curbelo, M., & Fortes, D. (2019). Gender and psychological well-being. International Journal of Environmental Research and Public Health, 16(19), 3531. Zur Studie (direkt zu Table 5 – Summary)
  27. Paquette, D., & StGeorge, J. M. (2023). Proximate and ultimate mechanisms of human father-child rough-and-tumble play. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 149, 105151. Zur Studie
  28. Li, Y. J., Haws, K. L., & Griskevicius, V. (2019). Parenting motivation and consumer decision-making. Journal of Consumer Research, 45(5), 1117–1137. Zur Studie (direkt zur Seite 4, linke Spalte, dritter Absatz)
  29. Empiricon AG. (2022). Befragung 2022: Getrennte/Geschiedene Väter. Profamilia Schweiz. Zur Studie (direkt zur Folie 19)
  30. Schemminger, M. J. (2019). Umgangsregelung – wie geht es danach weiter? Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Zahnheilkunde. Eberhard Karls Universität Tübingen, Medizinische Fakultät. Zur Studie (direkt zum wichtigsten Abschnitt auf S. 55)
  31. Verhaar, S., Matthewson, M. L., & Bentley, C. (2022). The impact of parental alienating behaviours on the mental health of adults alienated in childhood. Children, 9(4), 475. Zur Studie
  32. Kelly, D., Steiner, A., Mason, H., & Teasdale, S. (2021). Men’s sheds as an alternative healthcare route? A qualitative study of the impact of Men’s sheds on users’ health improvement behaviours. BMC Public Health, 21, 553. Zur Studie
  33. Poling, J., Hook, J. N., & Poling, J. R. (2021). The effect of a men’s initiation weekend on authenticity, assertiveness, and forgiveness: A pilot study. Journal of Spiritual Formation and Soul Care, 14(2), 235–253. Zur Studie
  34. Timm, A., van Hoye, A., Sharp, P., Andersen, T. H., Hansen, L., Østergaard, J. N., Krustrup, P., Cortsen, K., Iversen, P. B., Rod, M. H., & Klinker, C. D. (2024). Promoting men's health through sports clubs: A systematic rapid realist review. Journal of Sport and Health Science, 14, 100969. Zur Studie
  35. Carter, M. M., & Weissbrod, C. S. (2011). Gender differences in the relationship between competitiveness and adjustment among athletically identified college students. Psychology, 2(2), 85–90. Zur Studie (direkt zu S. 87, 4. Absatz)
  36. Hannover, B., & Ollrogge, K. (2021, February 26). Bildungsungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Bundeszentrale für politische Bildung. Zum Dossier
  37. Rehman, S., Habib, M., & Tahir, S. B. (2023). Pooled prevalence of violence against men: A systematic review and meta-analysis of a silent crises. Violence and Gender, 10(4). Zur Studie
  38. Hatger, N. (2021). Positive masculinity in a German mythopoetic men’s group: A reflexive thematic analysis [Masterarbeit, Universität Twente]. BMS Faculty/Positive Clinical Psychology and Technology. Zur Arbeit (wichtigste Stelle ist S. 3, 3. Absatz)
  39. Baguia, J. A. (2023). Perspectives on the mediation of the quest for healthy masculinity: The case of the website Art of Manliness. Health & New Media Research, 7(1), 14–22. Zur Studie